
Photovoltaik erreicht 16 Prozent im Jahr 2025. Das ist ein neuer Höchstwert bei Solarenergie in Deutschland. Insgesamt wurden etwa 70,1 Terawattstunden Solarstrom erzeugt. Damit gewinnt Photovoltaik weiter an Bedeutung und entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Säule der deutschen Energiewende.
Die Photovoltaik hat in Deutschland einen neuen Meilenstein überschritten: Im Jahr 2025 stammten rund 16 Prozent der gesamten inländischen Stromproduktion aus Solarenergie. Damit erreicht Solarstrom einen neuen Rekordwert und festigt seine Rolle als zentrale Säule der Energiewende. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass der Ausbau erneuerbarer Energien weiter an Dynamik gewinnt, während sich die Struktur des deutschen Strommixes weiter verändert.
Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes wurden 2025 insgesamt rund 70,1 Terawattstunden Strom aus Photovoltaikanlagen erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem deutlichen Anstieg um 17,4 Prozent. Damit wurde sowohl bei der absoluten Strommenge als auch beim Anteil an der Stromproduktion ein neuer Höchstwert erreicht.
Der Zuwachs bei der Photovoltaik ist bemerkenswert. Während viele andere Energiequellen nur moderate Veränderungen verzeichneten, legte Solarstrom innerhalb eines Jahres deutlich zu. Im Jahr 2024 lag der Anteil der Photovoltaik an der Stromproduktion noch bei 13,8 Prozent, nun sind es 16,1 Prozent.
Damit bleibt Photovoltaik zwar weiterhin hinter Windkraft, Kohle und Erdgas der viertgrößte Energieträger im deutschen Strommix, doch der Abstand zu konventionellen Energieträgern schrumpft. Besonders bemerkenswert ist der Vergleich mit Erdgas, denn der Anteil von Gas an der Stromproduktion liegt nur noch knapp über dem der Solarenergie.
Der starke Anstieg der Solarstromproduktion ist vor allem auf den anhaltenden Ausbau der installierten Photovoltaikleistung zurückzuführen. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche neue Anlagen installiert, sowohl auf privaten Hausdächern als auch auf Gewerbegebäuden und Freiflächenanlagen. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass immer mehr Strom direkt aus Sonnenenergie gewonnen wird.
Trotz des starken Wachstums der Photovoltaik bleibt die Windkraft weiterhin die wichtigste Energiequelle für die Stromerzeugung in Deutschland. Ihr Anteil an der gesamten Stromproduktion lag 2025 bei rund 30 Prozent.
Allerdings sank die Stromerzeugung aus Windenergie im Vergleich zum Vorjahr leicht. Auch andere erneuerbare Energien wie Wasserkraft verzeichneten teilweise rückläufige Werte. Insgesamt blieb die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien dennoch auf einem hohen Niveau.
Die Daten zeigen, dass sich der deutsche Strommix zunehmend diversifiziert. Neben der dominierenden Windkraft gewinnt die Photovoltaik immer stärker an Bedeutung und kann vor allem in den Sommermonaten große Mengen Strom liefern.
Die gesamte Stromproduktion in Deutschland lag im Jahr 2025 bei rund 438,2 Terawattstunden. Damit stieg die erzeugte Strommenge im Vergleich zum Jahr 2024 leicht um etwa 1,4 Prozent.
Auch wenn der Anteil erneuerbarer Energien insgesamt weitgehend stabil blieb, zeigt sich eine Verschiebung innerhalb der Energiequellen. Während Solarenergie deutlich zulegte, stieg gleichzeitig auch die Stromproduktion aus Erdgas.
Die Gaskraftwerke erzeugten 2025 rund 70,6 Milliarden Kilowattstunden Strom, ein Plus von etwa 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erreichte auch Erdgas einen neuen Höchstwert bei Stromproduktion und Anteil am Strommix.
Der steigende Anteil von Solarstrom ist ein wichtiger Baustein für die Energiewende in Deutschland. Photovoltaikanlagen erzeugen Strom direkt aus Sonnenlicht und verursachen dabei keine CO₂‑Emissionen im Betrieb. Dadurch tragen sie wesentlich dazu bei, fossile Energieträger im Stromsektor zu ersetzen.
Experten sehen in der Photovoltaik ein großes Potenzial für die kommenden Jahre. Bereits heute sind mehrere Millionen Solaranlagen in Deutschland installiert, und die Gesamtleistung wächst kontinuierlich weiter. Vor allem dezentrale Anlagen auf Hausdächern und Gewerbeflächen spielen eine wichtige Rolle, da sie Strom dort erzeugen, wo er oft direkt verbraucht wird. Ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes erklärte zur Entwicklung:
„Sowohl die produzierte Strommenge als auch der Anteil an Strom aus Photovoltaik erreichten neue Höchstwerte für ein Gesamtjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018.“
Diese Entwicklung unterstreicht, dass Solarenergie inzwischen eine tragende Rolle im deutschen Stromsystem spielt. Während Photovoltaik lange vor allem als Ergänzung zu anderen Energiequellen galt, entwickelt sie sich zunehmend zu einem stabilen Bestandteil der Energieversorgung. Besonders im Sommer, wenn die Sonneneinstrahlung hoch ist, können Solaranlagen einen erheblichen Anteil des Strombedarfs decken.
Photovoltaik erreicht 16 Prozent: trotz dieser positiven Zahlen steht der Ausbau der Photovoltaik weiterhin vor mehreren Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Stromnetze, die Integration großer Mengen erneuerbarer Energien in das Energiesystem sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen für neue Anlagen.
Auch politische Entscheidungen könnten Einfluss auf das Wachstum der Branche haben. So wird derzeit diskutiert, staatliche Förderungen für kleinere Solaranlagen teilweise anzupassen oder zu reduzieren, da sich viele Anlagen inzwischen auch ohne Subventionen wirtschaftlich betreiben lassen.
Gleichzeitig betonen Branchenverbände, dass stabile politische Rahmenbedingungen entscheidend bleiben, um den Ausbau der Solarenergie weiter voranzutreiben und die Klimaziele zu erreichen.
Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Solarstrom entwickelt sich zunehmend zu einer tragenden Säule der deutschen Energieversorgung. Mit einem Anteil von rund 16 Prozent hat die Photovoltaik einen neuen Rekord erreicht und ihren Beitrag zur Stromproduktion deutlich gesteigert.
Angesichts steigender installierter Leistung, sinkender Kosten für Solartechnologie und wachsender Nachfrage nach erneuerbaren Energien dürfte sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen.
Für die Energiewende bedeutet das vor allem eines: Die Rolle der Sonne im deutschen Stromsystem wird weiter wachsen.