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Juli 24, 2026

Erneuerbare Energien weltweit wichtigste Stromquelle in 2026

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Die Energiewende erreicht im Jahr 2026 einen historischen Meilenstein. Nach Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) werden erneuerbare Energien weltweit wichtigste Stromquelle sein. Vor allem der starke Ausbau der Photovoltaik treibt diese Entwicklung voran. Gleichzeitig wächst der Bedarf an leistungsfähigen Stromnetzen und Speichern, um den steigenden Anteil von Wind- und Solarenergie zuverlässig in das Energiesystem zu integrieren.

Erneuerbare Energien werden 2026 erstmals wichtigste Stromquelle der Welt

Die weltweite Energiewende erreicht einen historischen Meilenstein: Nach aktuellen Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) werden erneuerbare Energien im Jahr 2026 erstmals die wichtigste Quelle der globalen Stromerzeugung sein. Damit überholen Wind-, Solar- und Wasserkraft gemeinsam die Kohleverstromung, die über Jahrzehnte den weltweiten Strommix dominierte.

Die Entwicklung zeigt, wie rasant der Ausbau erneuerbarer Energien in den vergangenen Jahren vorangeschritten ist. Vor allem die Photovoltaik treibt diesen Wandel voran. Sinkende Kosten, technologische Fortschritte und der weltweit steigende Strombedarf sorgen dafür, dass Solarenergie immer stärker an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig wächst die Herausforderung, Stromnetze und Speicherkapazitäten an die neue Energieversorgung anzupassen.

IEA sieht historischen Wendepunkt im globalen Strommarkt

Laut der aktuellen „Electricity Mid-Year Update 2026“ der Internationalen Energieagentur werden erneuerbare Energien ihre Stromproduktion im Jahr 2026 um mehr als acht Prozent steigern. Nachdem Wind- und Solarenergie gemeinsam mit der Wasserkraft bereits 2025 nahezu auf Augenhöhe mit der Kohleverstromung lagen, werden sie nun erstmals den Spitzenplatz im weltweiten Strommix übernehmen. Bis 2027 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der globalen Stromerzeugung auf rund 37 Prozent steigen.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die weltweit steigende Nachfrage nach Elektrizität. Industrie, Elektromobilität, Wärmepumpen, Klimaanlagen und Rechenzentren benötigen immer größere Strommengen. Nach Einschätzung der IEA wird der globale Stromverbrauch 2026 um 3,6 Prozent wachsen und 2027 nochmals um 3,8 Prozent zulegen.

Photovoltaik bleibt der Wachstumsmotor

Besonders dynamisch entwickelt sich die Solarenergie. Nach Angaben der IEA wird die Stromerzeugung aus Photovoltaik im Jahr 2026 um rund 600 Terawattstunden steigen und damit erneut einen Rekordwert erreichen. Gleichzeitig soll Solarenergie die Windkraft überholen und nach der Wasserkraft zur zweitgrößten erneuerbaren Stromquelle weltweit werden.

Der anhaltende Ausbau ist das Ergebnis deutlich gesunkener Modulpreise, effizienterer Technologien und einer wachsenden Nachfrage nach sauberem Strom. Vor allem in China, Indien, Europa und den USA entstehen jedes Jahr neue Solarparks und Dachanlagen im Gigawatt-Maßstab.

Auch die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) hatte bereits im Frühjahr darauf hingewiesen, dass 2025 weltweit fast 700 Gigawatt neue erneuerbare Leistung installiert wurden. Photovoltaik stellte dabei erneut den größten Anteil des Zubaus.

Kohle verliert ihre jahrzehntelange Spitzenposition

Der Wechsel an der Spitze des globalen Strommixes bedeutet nicht, dass Kohlekraftwerke kurzfristig verschwinden. In vielen Ländern bleibt Kohle weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung. Dennoch verschiebt sich das Kräfteverhältnis deutlich.

Steigende Investitionen in Wind- und Solarenergie sowie der Ausbau der Kernenergie begrenzen das Wachstum fossiler Kraftwerke zunehmend. Gleichzeitig wirken höhere Erdgaspreise in vielen Regionen bremsend auf den Einsatz von Gaskraftwerken. Nach Einschätzung der IEA werden erneuerbare Energien künftig den größten Teil des zusätzlichen Strombedarfs decken.

Stromnetze und Speicher werden zum entscheidenden Faktor

Mit dem starken Ausbau erneuerbarer Energien rücken neue Herausforderungen in den Mittelpunkt. Da Solar- und Windkraft wetterabhängig Strom erzeugen, gewinnen leistungsfähige Stromnetze, Batteriespeicher und flexible Verbrauchseinrichtungen immer stärker an Bedeutung.

Die IEA betont, dass der Ausbau der Netzinfrastruktur künftig ebenso wichtig sein wird wie der Bau neuer Erzeugungsanlagen. Nur wenn Strom dort gespeichert oder transportiert werden kann, wo er benötigt wird, lässt sich das volle Potenzial erneuerbarer Energien ausschöpfen.

Steigender Strombedarf verändert die Energieversorgung

Die weltweite Nachfrage nach Elektrizität nimmt so stark zu wie seit Jahren nicht mehr. Neben der fortschreitenden Elektrifizierung von Verkehr und Wärmeversorgung tragen vor allem Rechenzentren, Anwendungen der Künstlichen Intelligenz sowie die zunehmende Digitalisierung von Industrie und Wirtschaft zu diesem Wachstum bei. Dadurch verändert sich die Rolle der Stromversorgung grundlegend: Statt fossiler Energieträger rücken zunehmend emissionsarme Technologien in den Mittelpunkt, um den steigenden Bedarf nachhaltig zu decken.

IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol beschreibt diese Entwicklung mit den Worten:

„Wir treten in das Zeitalter der Elektrizität ein. Die Nachfrage nach Strom wächst fast dreimal so schnell wie der gesamte Energiebedarf.“

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur wird der weltweite Stromverbrauch deshalb auch in den kommenden Jahren deutlich zulegen. Der Ausbau erneuerbarer Energien allein reicht jedoch nicht aus. Ebenso wichtig sind Investitionen in moderne Stromnetze, Speichersysteme und eine leistungsfähige Infrastruktur, damit die wachsenden Strommengen zuverlässig erzeugt, transportiert und genutzt werden können.

Deutschland profitiert ebenfalls vom Ausbau

Auch Deutschland erlebt derzeit einen deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien. Im ersten Halbjahr 2026 deckten Wind-, Solar-, Wasser- und Biomassekraftwerke bereits 58 Prozent des Stromverbrauchs und erreichten damit einen neuen Rekordwert. Diese Entwicklung stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten und erhöht die Versorgungssicherheit.

Energiewende gewinnt weltweit weiter an Dynamik

Der erwartete Führungswechsel im globalen Strommix ist weit mehr als eine symbolische Veränderung. Er zeigt, dass erneuerbare Energien inzwischen nicht mehr nur eine Ergänzung fossiler Kraftwerke sind, sondern zur tragenden Säule der weltweiten Stromversorgung werden.

Ob der Ausbau dieses Tempo beibehält, hängt allerdings von weiteren Investitionen in Stromnetze, Speichertechnologien und flexible Energiesysteme ab. Gelingt dies, könnte sich der Anteil erneuerbarer Energien in den kommenden Jahren noch deutlich schneller erhöhen als bisher prognostiziert. Fest steht bereits heute: Das Jahr 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren und zunehmend elektrifizierten Energieversorgung weltweit.

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