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Januar 7, 2026

Photovoltaik überholt Braunkohle – Solarstrom prägt den Strommix 2025

Photovoltaik-ueberholt-Braunkohle

Photovoltaik überholt Braunkohle: im Jahr 2025 hat die Photovoltaik in Deutschland einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Erstmals lag die Nettostromerzeugung aus Solaranlagen über der aus Braunkohle. Darauf weisen aktuelle Auswertungen der Plattform Energy-Charts hin. Die Zahlen verdeutlichen, wie stark sich der Strommix in Deutschland in kurzer Zeit verändert hat.

Photovoltaik überholt Braunkohle im Strommix

Der Anstieg der Solarstromproduktion ist nicht allein auf günstige Wetterbedingungen zurückzuführen. Vielmehr zeigt sich ein struktureller Trend: Die installierte Leistung der Photovoltaik ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, sowohl im Freiflächenbereich als auch auf Dächern. Dadurch verschiebt sich die Stromerzeugung zunehmend in die Mittagsstunden, in denen Solarenergie immer häufiger den größten Beitrag leistet.

Energy-Charts-Daten zeigen, dass die Photovoltaik 2025 erstmals mehr Strom ins Netz eingespeist hat als Braunkohlekraftwerke. Damit verliert ein jahrzehntelang dominierender fossiler Energieträger seine Spitzenposition. Der Rückgang der Braunkohle ist Teil einer langfristigen Entwicklung, die durch Klimapolitik, steigende CO₂-Kosten und veränderte Marktbedingungen geprägt ist.

Einordnung durch Energy-Charts

Die Energy-Charts-Plattform, die vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE betrieben wird, wertet kontinuierlich Daten zur Stromerzeugung in Deutschland aus. Sie gilt als wichtige Referenz für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Ein Energieanalyst des Fraunhofer ISE ordnet die Entwicklung wie folgt ein:

„Dass Photovoltaik die Braunkohle bei der Nettostromerzeugung überholt hat, ist ein klares Signal für den strukturellen Wandel im Energiesystem. Solarstrom ist nicht mehr nur Ergänzung, sondern ein tragender Bestandteil der Versorgung.“

Photovoltaik überholt Braunkohle: Auswirkungen auf Markt und Netz

Der wachsende Solarstromanteil wirkt sich deutlich auf Strompreise und Netzauslastung aus. In Zeiten hoher Einspeisung sinken die Großhandelspreise häufig stark, teilweise treten sogar negative Preise auf. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Flexibilität, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen.

Netzbetreiber stehen vor der Aufgabe, hohe Einspeisespitzen zu managen. Batteriespeicher, Lastmanagement und der europäische Stromhandel gewinnen dadurch weiter an Bedeutung. Der Rekord bei der Photovoltaik unterstreicht den Bedarf an Netzausbau und intelligenten Steuerungsmechanismen.

Bedeutung für Klimaziele

Der Bedeutungsgewinn der Photovoltaik unterstützt die deutschen Klimaziele. Jede zusätzlich erzeugte Kilowattstunde Solarstrom reduziert den Einsatz fossiler Energieträger und senkt die CO₂-Emissionen. Besonders im Sommer kann Solarenergie konventionelle Kraftwerke in erheblichem Umfang verdrängen.

Fachleute betonen jedoch, dass der Erfolg der Photovoltaik nur dann nachhaltig ist, wenn der Ausbau von Speichern, Netzen und flexiblen Verbrauchern Schritt hält. Ohne diese Ergänzungen steigen die Anforderungen an das Stromsystem weiter.

Zusätzlich verändert der steigende Solarstromanteil die strategische Ausrichtung der Energiepolitik. Klimaziele lassen sich künftig stärker über den Ausbau emissionsfreier Erzeugung erreichen, anstatt primär über den Rückbau fossiler Kapazitäten. Gleichzeitig gewinnt die Abstimmung zwischen Erzeugung, Infrastruktur und Marktdesign an Bedeutung, damit die Klimavorteile der Photovoltaik dauerhaft in messbare Emissionsminderungen übersetzt werden können.

Ausblick auf die kommenden Jahre

Was bedeutet die Botschaft, Photovoltaik überholt Braunkohle für die kommenden Jahre? Momentan erwarten Beobachter eine Fortsetzung des Trends. Zahlreiche Photovoltaikprojekte befinden sich in Planung oder im Bau. Mit zunehmender Elektrifizierung von Verkehr und Wärme steigt zugleich der Strombedarf.

Sollte der Ausbau weiterhin auf hohem Niveau bleiben, dürfte die Photovoltaik ihre Rolle als zentrale Säule des deutschen Strommix weiter festigen. Die Entwicklung im Jahr 2025 gilt daher als Wendepunkt, der die langfristige Transformation des Energiesystems sichtbar macht.

Vor diesem Hintergrund eröffnet sich für die kommenden Jahre eine klare Perspektive. Gelingt es, den Ausbau der Photovoltaik mit Investitionen in Speichertechnologien, Netzinfrastruktur und flexible Nachfrage zu verzahnen, kann Solarstrom dauerhaft zu einer tragenden Säule eines stabilen und klimaneutralen Energiesystems werden. Die Entwicklungen zeigen, dass technologische Reife, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und klimapolitischer Nutzen zunehmend zusammenfallen. Damit wächst die Chance, die Energiewende nicht nur fortzuführen, sondern sie planbar, resilient und gesellschaftlich breit getragen weiterzuentwickeln.

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