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Januar 29, 2026

Rekordzubau bei Photovoltaik in China

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Der Rekordzubau bei Photovoltaik in China treibt den globalen Solarmarkt mit einer beispiellosen Förderung der Photovoltaik massiv voran. Die rund 315 Gigawatt stärken Chinas Rolle als zentraler Impulsgeber für Preise, Lieferketten und technologische Entwicklungen und setzt andere Länder zunehmend unter Druck, ihre eigenen Ausbauziele zu beschleunigen.

China treibt globalen Solarmarkt mit Rekordzubau weiter an

China hat seinen Status als weltweit größter Photovoltaikmarkt im Jahr 2025 weiter ausgebaut. Mit einem Zubau von rund 315 Gigawatt neuer Solarleistung erreicht das Land eine Größenordnung, die international weiterhin ohne Vergleich ist. Der massive Ausbau unterstreicht die strategische Bedeutung der Photovoltaik für Chinas Energiepolitik und wirkt sich zunehmend auf globale Märkte, Lieferketten und Preisentwicklungen aus.

Der neue Rekord folgt auf bereits sehr starke Vorjahre und zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien in China keineswegs an Dynamik verliert. Photovoltaik ist dort längst mehr als eine Ergänzung im Energiemix. Sie entwickelt sich zunehmend zu einer tragenden Säule der Stromversorgung und spielt eine zentrale Rolle bei der Erreichung langfristiger Klima- und Versorgungsziele.

Politische Steuerung und wirtschaftliche Interessen

Ein wesentlicher Treiber des anhaltend hohen Zubaus ist die energiepolitische Ausrichtung der chinesischen Regierung. Der Ausbau der Solarenergie dient mehreren Zielen gleichzeitig: der Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, der Verbesserung der Luftqualität sowie der Stärkung der heimischen Industrie. Photovoltaik ist damit sowohl klimapolitisches als auch industriepolitisches Instrument.

Die starke Inlandsnachfrage sorgt für eine hohe Auslastung chinesischer Produktionskapazitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Hersteller von Modulen, Wechselrichtern und weiteren Systemkomponenten profitieren von Skaleneffekten, die zu sinkenden Produktionskosten führen. Diese Effekte wirken weit über China hinaus und prägen den globalen Solarmarkt.

Dazu meint Zhang Xing, stellvertretender Generaldirektor der Abteilung für Allgemeine Angelegenheiten bei der Nationalen Energiebehörde (NEA):

„In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 blieb die Nationale Energiebehörde (NEA) darauf fokussiert, die Ziele für CO₂-Spitze und Kohlenstoffneutralität umzusetzen, die neue Energiesicherheitsstrategie vollständig zu realisieren und enorme Anstrengungen zur Förderung einer größeren, qualitativ hochwertigeren Entwicklung erneuerbarer Energien zu unternehmen."

Beim Rekordzubau bei Photovoltaik in China rückt die Netzintegration stärker in den Fokus

Mit dem rasanten Ausbau der Photovoltaik wächst jedoch auch der Druck auf die Stromnetze. Ein erheblicher Teil der neuen Anlagen entsteht in sonnenreichen Regionen, die weit entfernt von den großen Verbrauchszentren liegen. Der Transport der erzeugten Energie stellt das Übertragungs- und Verteilnetz vor wachsende Herausforderungen.

China reagiert darauf mit umfangreichen Investitionen in den Netzausbau, insbesondere in Hochspannungs-Gleichstromleitungen. Parallel dazu gewinnen Speicherlösungen und digitale Netzsteuerung an Bedeutung. Ziel ist es, die stark schwankende Einspeisung aus Solarenergie besser in das Gesamtsystem zu integrieren und Abregelungen zu vermeiden.

Folgen für internationale Märkte

Der chinesische Rekordzubau bleibt nicht ohne Auswirkungen auf internationale Solarmärkte. Die hohe Nachfrage beeinflusst Produktionsentscheidungen, Exportstrategien und Preisniveaus weltweit. Gleichzeitig verstärkt China seine technologische Führungsrolle bei Fertigung, Automatisierung und Kosteneffizienz.

Für europäische Märkte ergeben sich daraus Chancen und Risiken zugleich. Einerseits profitieren Projektentwickler und Anlagenbetreiber von günstigen Komponentenpreisen. Andererseits wächst die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten, was die Diskussion über Resilienz und eigene Produktionskapazitäten weiter anheizt.

Photovoltaik als langfristiger Wachstumsmotor

Der Zubau von 315 Gigawatt im Jahr 2025 verdeutlicht, dass China die Photovoltaik langfristig als zentrales Element seiner Energieversorgung betrachtet. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass der Ausbau auch in den kommenden Jahren auf hohem Niveau bleiben wird, selbst wenn sich das Wachstumstempo perspektivisch etwas verlangsamen sollte.

Für den globalen Solarmarkt bleibt China damit ein entscheidender Impulsgeber. Der massive Ausbau beschleunigt technologische Entwicklungen, senkt Kosten und erhöht den Druck auf andere Länder, ihre eigenen Ausbauziele ambitioniert zu verfolgen. Gleichzeitig zeigt das Beispiel China, dass ein schneller Photovoltaik-Ausbau nur dann nachhaltig ist, wenn Netzinfrastruktur, Speicher und Marktmechanismen konsequent mitwachsen.

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