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Juli 3, 2026

Batteriespeicher könnten das Stromsystem entlasten: Laut Fraunhofer IEE um 3,9 Milliarden Euro jährlich

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Eine Studie des Fraunhofer IEE zeigt eindeutig Folgendes: Batteriespeicher könnten das Stromsystem entlasten. Die Forscher gehen von rund 3,9 Milliarden Euro jährlich aus. Im Auftrag von BEE, BSW-Solar und BWE untersuchten das Fraunhofer IEE den Nutzen zusätzlicher Speicherkapazitäten. Demnach sind Batteriespeicher ein entscheidender Baustein für eine effiziente Energiewende und ein stabiles Stromnetz.

Studie zeigt enormes Einsparpotenzial durch zusätzlichen Ausbau von Batteriespeichern

Ein beschleunigter Ausbau von Batteriespeichern könnte das deutsche Stromsystem deutlich effizienter machen und Verbraucher sowie den Bundeshaushalt jährlich um rund 3,9 Milliarden Euro entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IEE), die im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) und des Bundesverbands WindEnergie (BWE) erstellt wurde. Nach Einschätzung der Autoren leisten Batteriespeicher einen entscheidenden Beitrag, um erneuerbare Energien besser in das Stromsystem zu integrieren und dessen Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu verbessern.

Die Untersuchung verdeutlicht, welche zentrale Rolle Batteriespeicher künftig für die Energiewende und die Stabilität des Stromnetzes spielen können. Überschüssiger Strom aus Wind- und Solaranlagen lässt sich zwischenspeichern und bei höherem Bedarf wieder einspeisen. Dadurch sinken Kosten für Netzengpässe und Ausgleichsmaßnahmen, während gleichzeitig die Versorgungssicherheit steigt. Aus Sicht der Studienautoren sind leistungsfähige Speichersysteme deshalb ein wesentlicher Baustein für ein klimafreundliches und zugleich kosteneffizientes Energiesystem.

Batteriespeicher steigern den Nutzen erneuerbarer Energien

Mit dem steigenden Anteil von Wind- und Solarenergie wächst auch der Bedarf an flexiblen Speichermöglichkeiten. Erneuerbare Energien produzieren Strom wetterabhängig und nicht immer dann, wenn der Verbrauch am höchsten ist. Batteriespeicher können überschüssige Energie aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Netz einspeisen. Dadurch sinkt die Notwendigkeit, erneuerbare Anlagen abzuregeln oder fossile Kraftwerke kurzfristig hochzufahren.

Die Studie des Fraunhofer IEE zeigt, dass zusätzliche Speicher den Marktwert von Wind- und Solarstrom erhöhen können. Gleichzeitig würden weniger Ausgaben für Einspeisevergütungen und Ausgleichsmaßnahmen anfallen. Auch Netzengpässe könnten reduziert werden.

Einsparungen von fast vier Milliarden Euro pro Jahr

Die errechneten Einsparungen von rund 3,9 Milliarden Euro jährlich setzen sich aus mehreren Effekten zusammen. So sinken unter anderem die Förderkosten für erneuerbare Energien, weil der erzeugte Strom mithilfe zusätzlicher Speicherkapazitäten zu höheren Marktpreisen verkauft werden kann. Gleichzeitig reduziert sich der Bedarf an kostenintensiven Eingriffen in den Strommarkt und das Netzmanagement, da Angebot und Nachfrage besser aufeinander abgestimmt werden können.

Darüber hinaus verbessert eine größere Speicherkapazität die Versorgungssicherheit. Strom aus Wind- und Solaranlagen kann auch dann genutzt werden, wenn die Erzeugung wetterbedingt zurückgeht oder die Nachfrage besonders hoch ist. Dadurch verringert sich die Abhängigkeit von konventionellen Reservekraftwerken, während das Stromsystem insgesamt flexibler und widerstandsfähiger gegenüber Schwankungen im Netz wird. Aus Sicht der Studienautoren sind Batteriespeicher daher nicht nur ein technisches Hilfsmittel, sondern ein entscheidender wirtschaftlicher Faktor für die Energiewende.

Fraunhofer IEE fordert bessere Rahmenbedingungen

Nach Ansicht der beteiligten Verbände reichen die technischen Möglichkeiten allein jedoch nicht aus. Damit das prognostizierte Einsparpotenzial tatsächlich realisiert werden kann, müsse die Politik bestehende regulatorische Hürden abbauen und Investitionen in Speichertechnologien erleichtern.

Ein zentrales Anliegen ist dabei die Gleichbehandlung von Batteriespeichern mit anderen systemrelevanten Infrastrukturen. Genehmigungsverfahren könnten beschleunigt und bestehende Doppelbelastungen reduziert werden.

Diese Forderungen unterstreicht auch Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Sie verweist darauf, dass Batteriespeicher längst nicht mehr nur eine Ergänzung der erneuerbaren Stromerzeugung seien, sondern zu einem entscheidenden Baustein eines kosteneffizienten Energiesystems geworden seien:

„Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass Batteriespeicher nicht nur für die Integration erneuerbarer Energien unverzichtbar sind, sondern auch erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile schaffen. Ein beschleunigter Ausbau von Speichern erhöht die Marktwerte von Wind- und Solarstrom, senkt die Systemkosten und entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie den Bundeshaushalt. Jetzt kommt es darauf an, regulatorische Hemmnisse zügig abzubauen und Investitionen in Flexibilitäten zu ermöglichen.“

Wissenschaftler sehen Batteriespeicher als Schlüsseltechnologie

Die Analyse des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (Fraunhofer IEE) kommt zu dem Ergebnis, dass Batteriespeicher weit mehr sind als eine Ergänzung der erneuerbaren Stromerzeugung. Sie entwickeln sich zunehmend zu einem zentralen Baustein eines wirtschaftlichen, flexiblen und stabilen Energiesystems. Durch ihre Fähigkeit, Strom bedarfsgerecht zwischenzuspeichern und wieder bereitzustellen, tragen sie wesentlich dazu bei, Schwankungen bei der Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen auszugleichen.

Die Ergebnisse der Studie fügen sich in die dynamische Entwicklung des europäischen Speichermarktes ein. Vor allem Großbatteriespeicher gewinnen zunehmend an Bedeutung und übernehmen immer häufiger systemrelevante Aufgaben. Sie unterstützen die Netzstabilität, stellen Regelenergie bereit und ermöglichen es, erneuerbaren Strom effizienter in das Energiesystem zu integrieren. Damit steigt ihre Bedeutung weit über die reine Energiespeicherung hinaus.

Parallel dazu wächst der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland und Europa kontinuierlich. Mit jeder neu installierten Solar- und Windenergieanlage steigt auch der Bedarf an flexiblen Speicherlösungen, um Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Nach Einschätzung der Studienautoren werden Batteriespeicher deshalb eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Energiewende wirtschaftlich umzusetzen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.

Batteriespeicher stehen für eine wirtschaftliche Nutzung von Solarstrom und Windenergie

Die Studie des Fraunhofer IEE macht deutlich, dass moderne Batteriespeicher künftig eine zentrale Rolle für ein leistungsfähiges und wirtschaftliches Energiesystem spielen werden. Zusätzliche Speicherkapazitäten könnten das deutsche Stromsystem jährlich um rund 3,9 Milliarden Euro entlasten und gleichzeitig dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Insbesondere der wachsende Anteil von Solarstrom und Windenergie macht leistungsfähige Speicher unverzichtbar, um überschüssige Energie flexibel zu nutzen und Netzengpässe zu vermeiden.

Damit dieses Potenzial vollständig ausgeschöpft werden kann, sind jedoch politische Weichenstellungen erforderlich. Neben schnelleren Genehmigungsverfahren und verlässlichen Investitionsbedingungen fordern die Studienautoren vor allem den Abbau regulatorischer Hemmnisse für Batteriespeicher. Gelingt dies, könnten Speichertechnologien maßgeblich dazu beitragen, Solarstrom effizienter in das Stromsystem zu integrieren, die Kosten der Energiewende langfristig zu senken und Deutschland auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung entscheidend voranzubringen.

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